53/113 Battambang

Hallo ihr Lieben!

Ich muss euch leider Beichten, dass ich die letzten Tage ziemlich Schreibfaul war, wie ihr vielleicht auch schon daran ausmachen konntet, dass seit des letzten Blogbeitrag einige Tage vergangen sind.

Ich konnte mich irgendwie einfach nicht dazu aufrappeln Fotos zu bearbeiten und mich für mehrere Stunden an das Schreiben eines neuen Beitrags zu setzen.

Dazu muss ich aber sagen, dass wir die letzten Tage viel Pech mit Krankheiten, schlechtem Wetter und unnötigen Zeitverlusten hatten.

Uns hat es beide an unterschiedlichen Tagen, jedoch direkt hintereinander erwischt.

Bei Julian hat der Magen nicht so ganz mitgespielt und mein Immunsystem wollte sich nicht so wirklich gegen die blöden Grippe Viren wehren.

Julian hat momentan leider noch mit einer kleinen Erkältung zu kämpfen aber er fühlt sich jeden Tag besser, ich bin soweit wieder fit und das verrückte Wetter beruhigt sich langsam – generelle Besserung der Gesamtsituation ist also schon in Sicht.

Aber jetzt mal Updates zu unserer Reise.

Da ich einige Tage im Schreib-Verzug bin, werden die meisten von euch wahrscheinlich nicht wissen, dass wir schon seit längerer Zeit in Vietnam sind, Ho-Chi-Minh Stadt (oder auch Saigon genannt) um es genau zu sagen.

Der Tropensturm, von dem der ein oder andere vielleicht gehört hat, ist 300 Kilometer entfernt von uns unterwegs, daher braucht ihr euch keine Sorgen machen. Wir haben hier in HCMS nicht wirklich viel davon mitbekommen, außer, dass es teilweise stark geregnet hat. Starken Regen sind wir nach fast 3 Monaten Südostasien aber sowieso gewohnt.

Nun aber weiter zum eigentlich Bericht.

Vor ungefähr zwei Wochen waren wir in einer Stadt namens Battambang, die im westlichen Teil von Kambodscha liegt.

Mit etwa 180.000 Einwohnern ist es nicht gerade ein Riese unter den Städten, aber in dem kleinen Land Kambodscha die zweitgrößte im Land.

Battambang selbst mag an sich nicht unbedingt die große Attraktion sein, aber dafür gibt es in der engeren Umgebung unglaublich viele, tolle Dinge zu erkunden.

Kilometer lange Reisfelder schmücken die Landschaft.

Wir haben für einen Tag lang einen Tuk-Tuk Fahrer organisiert, der mit uns auf Sightseeingtour gefahren ist.

Unsere erste Station waren die Killing Caves von Phnom Sampeau.

Eine von hunderten Killing Caves in die die Menschen zur Zeiten der Roten Khemer auf brutalste Weise in den Tot gestürzt wurden.

Die „Hölle“, die die ungeheuerlichen Folterungen an den Menschen zur Zeit des Krieges darstellt und direkt neben der Höhle zu finden ist.

Der friedliche Blick auf dem Hügel der Killing Caves und die restliche Umgebung vertuscht die traurige Vergangenheit des Ortes.

Affen die auf den später erbauten Tempelgelände herumklettern und sich von den kleinen Kindern, die ihre Dienste für Führungen anbieten, ärgern lassen müssen.

Im Anschluss auf den Besuch der Killing Caves machten wir uns auf den Weg zum Banan Tempel.

Der Banan soll, wenn man den Erzählungen der Einheimischen Glaube schenken mag, als Vorlage für den Tempel Ankor Wat gedient haben.

Zwar ist der Wat Banan ein ganzes Jahrhundert älter als Ankor Wat, aber im direkten Vergleich haben die beiden nicht besonders viel Ähnlichkeit miteinander.

Ihr könnt euch ja mal ein eigens Bild davon machen wie viel Ähnlichkeit die beiden Tempel miteinander haben. In den nächsten Tagen folgt ein Beitrag über die Tempel von Ankor Wat.

Ich bin gespannt auf eure Meinungen!

Der Weg hinauf zum Wat Banan ist kein Zuckerschlecken. 358 Stufen müssen bewältigt werden um die schöne Aussicht auf dem Berg genießen zu können.

Was so schon sehr mühselig ist, wird bei Sonne und 28 Grad eine noch weniger beflügelnde Aktivität.

Am Ende der körperlichen Anstrengung haben wir uns dann mit einem super leckeren, frisch gepressten Orangensaft belohnt.

Mönche, die die dicken Welse am See/Fluss am Wat Banan mit Brotresten füttern.

Gegen Abend durften wir dann ein unglaubliches Naturspektakel an den Killing Caves miterleben.

Jeden Abend gegen halb sechs macht sich eine riesige Schar von geschätzten 5-6 Millionen Fledermäusen auf die Suche nach Nahrung und verlässt in einem riesigen Schwarm ihre Höhle.

Das Prozedere dauert ca. 30 Minuten und man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus wenn man sieht, wie unglaublich viele Fledermäuse in der Höhle bei den Killing Caves ihr Zuhause finden.

Battambang ist „berühmt“ für den Schutz der (kleinen) Flatterer. So kann man auch in der Umgebung eine große Baumreihe auf der tausende Fledertiere leben finden.

Man unterscheidet die Fledermaus, von denen einige Arten auch in Deutschland zu finden sind , mit dem um einiges größeren Fledertier. Es gibt jedoch auch Fledermäuse die eine stolze Größe erreichen können.

Ich muss sagen, dass ich die Flughunde eigentlich ganz süß finde, auch wenn sie wirklich massiv groß sind, haha.

Was haltet ihr von dem kleinen, großen Racker?

Quelle: Google Bilder

Der Schutz der Tiere war jedoch nicht immer wichtig für die Bewohner von Battambang.

Bevor die Einnahmen der Touristen durch die kleinen Flatterer stark angestiegen sind, wurden sie von den Kambodschanern gejagt und zum Abendessen verzerrt.

In Kambodscha wird nämlich alles gegessen was irgendwie Beine hat wie unser Tuk-Tuk Fahrer uns erzählte.

Es war auf jeden Fall eine super coole Erfahrung die wir an diesem Abend machen durften.

Alle Mann in die Bambusbahn!

Battambangs Hauptattraktion sagt Lebewohl.

Bekannt ist die Bambusbahn vor allem dadurch geworden, dass sie nur eine Schiene besitzt auf der zwei „Züge“ verkehren. Treffen sich die beiden „Züge“ in der Mitte, so muss die Bahn mit der geringeren Anzahl an Passagieren abgebaut werden.

Diese Erlebnisse zog zahlreiche Touristen das ganze Jahr über an.

Früher diente die Bambusbahn zum Transport von Lebensmitteln und Menschen. Als jedoch das große Eisenbahnnetz ausgebaut wurde, war sie überflüssig und wurde als Touristenattraktion ausrangiert.

Leider sind die letzten Tage der Bahn für den Touristen Verkehr gezählt.

Da die Eisenbahnstrecke von Poipet nach Phnom Penh erneuert wird, muss die Bambusbahn abgebaut und an einer anderen Stelle weiter betrieben werden, doch die neue Bahn soll für die Touristen unzugänglich werden.

So hatten wir das Pech, dass der Abbau der Bahn schon in vollem Gange war.

Der Verzicht auf die Fahrt war aber kein großer Verlust, da wir viele andere Erfahrungen sammeln durften, die mindestens genauso viel Spaß gemacht haben!

Ich hoffe der Blogbeitrag gefällt euch auch dieses Mal. Das schöne Feedback von vielen Seiten motivierte mich weiter zu machen!

Danke an alle die meinen Blog so fleißig lesen und verfolgen, das macht mich wirklich sehr glücklich!

In Liebe,

eure Mi <3

Ein Kommentar bei „53/113 Battambang“

  1. Hi Mi . . . ich bin sicher!, dass alle, die Deine Blogeinträge lesen, sie wirklich interessant. lesens- und lohnenswert finden, also immer weiter, immer weiter . . .
    Es könnte sein, dass da manchmal die Abwechslung beim Kommentieren fehlt, denn die Beiträge sind einfach schön geschrieben und da wiederholt sich manchmal das Lob. Ich war jetzt gerade direkt mit im Tuktuk, sitze im Cafe bei euch und zähle die kleinen ‚Batmobile‘ nach und schwitze garantiert schon nach den ersten 25 von den insgesamt knapp 360 Stufen . . . 😉

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