65/113 Ho-Chi-Minh City

Hallo ihr Lieben!

Jetzt kommt endlich auch ein Beitrag aus Vietnam!

Die Zeit ist so unglaublich schnell vergangen! Weihnachten steht vor der Tür und wir sind in einer Woche wieder Zuhause, ist das nicht verrückt?

Ich habe es einfach nicht geschafft mich regelmäßig und zum richtigen Zeitpunkt aus unserem aktuellen Reiseland zu melden. Anhand der Tage in der Überschrift könnt ihr aber feststellen wann wir wo gewesen sind.

Mir kribbelt es schon in den Fingern, wenn ich daran denke euch von den wunderbaren Erlebnissen der letzten zwei Monate zu berichten.

Seid mir deswegen bitte nicht böse… man lernt einfach so viele Menschen auf Reisen kennen, verbringt zusammen die Tage und vor allem die Abende, an denen ich vorher immer Zeit hatte einen Beitrag zu schreiben, und schwups ist wieder eine weiterer Tag, eine weitere Woche vergangen.

Bei den vielen Busfahrten erkämpft man sich dann seine verbrauchte Energie der langen Tage und kurzen Nächte zurück und schläft fast die ganze Fahrt über. Da bleibt dann leider auch nicht mehr viel Zeit für andere Dinge.

Zeit ist ungefähr das Kostbarste auf Reisen. Man könnte so viel mehr davon gebrauchen… und Geld natürlich, haha! 😉

Aber nun gut, ich möchte euch nicht noch weiter unsere Erfahrungen vorenthalten, vor allem nicht aus Vietnam, das Land, welches uns auf der gesamten Reise mit am besten gefallen hat!

Ho-Chi-Minh ist wohl die coolste Großstadt Südostasiens, die kleine Schwester von Bangkok.

Der Trouble auf den Straßen war manchmal zwar sehr beängstigend und wir dachten, dass es eigentlich nicht schlimmer werden kann als in Ho-Chi-Minh, nachdem wir dann aber in Hanoi waren kann uns keiner mehr was vor machen, wenn es um Roller fahren in Großstädten geht – dazu aber mehr in Kürze.

Wir waren wirklich beeindruckt wie modern Ho-Chi-Minh im Vergleich zu allen anderen Großstädten Südostasiens ist.

Eine schöne Architektur, tolle Kirchen und Tempel, der Notre Dame von HCM, leckeres Essen und beeindruckende Ausblicke über die Stadt, sowohl bei Tag, als auch bei Nacht, tragen zu dem coolen Flair dieser Großstadt bei.

An unserem ersten Tag haben wir uns überlegt die Stadt von oben zu betrachten – gesagt getan!

Der Financial Tower mit seinen 262 Metern Höhe bot dafür die perfekte Gelegenheit.

Ein Ranking der 20 symbolischsten Gebäude der Welt, Platz 5; der Financial Tower.

Auch, wenn wir einen wolkigen und verengten Tag erwischt haben, konnten wir dennoch einen netten Ausblick über die bunte Stadt genießen.

Der Financial Tower soll in seiner Form eigentlich eine geschlossene Lotusblüte darstellen. Wenn man mit ganz viel Fantasie an die Sache heran geht, kann man die Umrisse dieser vielleicht auch erahnen, für uns jedoch sah der Turm aus wie fast jedes andere Gebäude der Stadt, nur eben höher.

Wer genug Kleingeld in der Tasche hat kann sich dann nach der Besichtigung ein Dinner oder einen Café in dem dazugehörigen Restaurant genehmigen.

Nachdem wir HCM (auch Saigon genannt) aus der Höhe betrachtet haben, nahmen wir die Highlights der Stadt genauer unter die Lupe.

Das schöne, alte Postamt mit seinem kräftigen,gelben Anstrich versprühte in uns das Verlangen danach ein paar handgemachte Karten für die Lieben daheim zu kaufen, die wir dann aber leider ein paar Tage später im Bus vergessen haben.

Direkt gegenüber des Postamtes lag auch schon ein weiteres Highlight der Stadt: der Notre Dame von Saigon wie die Einheimischen ihn liebevoll tauften.

5 Frauen die ein „Ao Dai“ tragen, die traditionelle, vietnamesische Tracht.

Leider wurde der Notre Dame zu unserem Besuch renoviert, daher konnten wir ihn nur von der Ferne betrachten.

Im Anschluss auf den Notre Dame bummelt wir ein bisschen in der Gegend herum und fanden eine sehr süße, kleine Gasse für die Bücherwürmer der Stadt.

Wären nicht überall Schilder mit vietnamesischer Aufschrift an den Geschäften gewesen, so hätte man auch denken können, dass man in einer französischen Kleinstadt durch eine Gasse schlendert.

Wir tranken eine Café in einem kleinen Geschäft und genossen die Stille um uns herum.

Am Ende der kleinen Gasse sprang uns dann etwas sehr heimatliches entgegen: ,,Bortzeit“ war auf einem großen Werbeplakat zu lesen.

Da wurden wir natürlich neugierig und checkten gleich mal die Speisekarte ab.

-Gulasch Suppe, Brezeln und Weizen Bier?

Wir trauten unseren Augen kaum. So viel Heimat in einer vietnamesischen Großstadt.

Dementsprechend glücklich genossen wir unser typisch, deutsches Lunch und ein kühles Weizenbier!

Am nächsten morgen frühstückten wir in dem stylischen Café „The Note Coffee“.

Fruchtige smoothies, typisch, vietnamesische Sandwiches und handgeschrieben Nachrichten von Travellern aus aller Welt leiteten den Tag perfekt ein!

Auch wir verewigten uns mit einer kleinen Notiz im Café.

Zum Nachtisch gab es dann noch ein rosiges Eis, das eigentlich zu kunstvoll war um gegessen zu werden.

Die „Backpacker“ Straße in der es von coolen Cafés nur so wimmelt.

Natürlich gehörte auch wieder eine Tempel Besichtigung auf die To-Do-Liste, in HCM war es die Emperor Jade Pagode.

Der überschwemmende Dampf der Räucherstäbchen ließ keinen Geruchsinn verschont, ansonsten war die Pagode, wie alle anderen Gebetsstätte die wir zuvor gesehen haben, bunt und mit vielen Lichtern ausgestattet.

Den letzten Abend haben wir dann mit einer Craft Bier Verkostung in der Pasteur Street Brewery feierlich eingeleitet!

Frisch gezapfte Biere, leckere Snacks und eine entspannte Atmosphäre zusammen mit Freunden genießen, was braucht man mehr für einen gelungenen Abend?

Das Nachtleben in Ho-Chi-Minh kann mindestens genauso gut mit dem Nachtleben in europäischer Großstädte mithalten!

DJs, die jeden Abend ihre selbst gemixten Beats in einer der tausend Rooftop-Bars auflegen oder vietnamesische Tanz und Musik Auftritte mitten im Stadtpark – leise ist es in Saigon nie!

Die OMG! Rooftop-Bar mit super live Musik und einem tollen Ausblick über das bunte Nachtleben.

Vietnamesen die traditionelle Musik spielen.

Gegen den kleinen Mitternachtshunger verschaffte uns der Underground Foodcourt am Rand der Innenstadt Abhilfe.

Gesättigt, erschöpft und ein wenig überrumpelt von dem ganzen Trouble in HCM, fielen wir in unsere Betten und verschliefen den halben nächsten Tag.

Vietnam ist bekannt für seine leckeren Sandwiches in unzähligen Ausführungen.

Und auch die traditionelle Küche lässt keine Wünsche

Alles in allem waren wir wirklich positiv überrascht von dem hippen Städtchen im Süden Vietnams!

HCM war für uns auch die erste Großstadt auf unserer Reise, in der wir ohne Probleme für längere Zeit leben könnten.

Ein perfekter Start für das neue Backpackerparadies Vietnam!

Ihr hört schon bald wieder von uns!

Bis bald! Eure Mi <3

Ein Kommentar bei „65/113 Ho-Chi-Minh City“

  1. Hallo ihr zwei ….wie schön wieder von Euch zu lesen und so viele schöne Bilder anzusehen! Ich glaube in den kleinen Gassen und Cafés würde ich mich auch total wohl fühlen! Reizen würden mich allerdings auch diese leckeren Sandwiches!!! Am allerbesten von allem uberhaupt haben mir aber die vergessenen Postkarten gefallen!!!!! Ich habe beim lesen laut gelacht und dann ein paar Tränen kullern lassen!
    Das ist original wie Deine Ma!
    Wie oft haben wir über solche Situationen gelacht …..ich lache jetzt noch! Bewahre Dir diese kleinen Momente der Sorglosigkeit ….alles nicht so wichtig und ernst zu nehmen!
    Genießt die letzten Tage am anderen Ende der Welt .. .noch 6 x schlafen und dann geht es zurück nach Hause…oder?….habt ihr verlängert….????
    Ich drück Euch und schicke liebste Grüße um den Erdball…… SUNNY SIDE UP…..
    Linde

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