47/113 Provinz Kampot & Kep

Kampot

Hallo ihr Lieben!

Unser zweiter Stop in Kambodscha war die schöne Provinz Kampot, die vor allem für ihre relaxten Strände, ihre üppige Natur und den unzähligen Kalksteinhöhlen bei Touristen sehr beliebt ist.

Auch der berühmte Kampot Pfeffer findet hier seine Wurzeln.

Als erstes haben wir die Stadt der gleichnamigen Provinz Kampot unter die Lupe genommen.

Von einem Kletterausflug in einer Tropfsteinhöhle bis hin zum Guten-Zweck-Shopping in der Stadt und einer Bootstour bei Sonnenuntergang im Kampong Pay war alles dabei!

An unserem ersten Tag in Kampot haben wir unseren Schwerpunkt auf Entspannung und Herumbummeln in der Stadt gesetzt.

Ausgerüstet mit einem knatternden Roller und dem guten alten Reiseführer unterm Arm, haben wir die Gegend erkundet.

Die Stadt überzeugte uns weniger mit einzelnen Sehenswürdigkeiten, sondern eher mit seinem Gesamtambiente.

Die alte Architektur und die hübsche Lage am Wasser versprüht einen besonders verträumten Flair den die Touristen lieben.

Die alte französische Brücke über dem Kampong Bay.

Der Durian Kreisverkehr verziert die Straßen.

Nachdem sich das Wetter nach dem morgigen Starkregen zu bessern schien, wagten wir eine Fahrt zu den etwas außerhalb liegenden Salzfeldern von Kampot.

Natürlich fing es auf halber Strecke (und immer wieder zwischendurch) erneut stark an zu regnen und somit entwickelte sich unser kleiner Ausflug zu einer längeren Tour.

Ein Salzbauer auf dem Feld.

Leider gab es zu der Zeit unseres Besuches kein Salz auf den Feldern. Wir konnten die Arbeiter nur dabei beobachten, wie sie sich auf die nächste “Ernte” vorbereiteten.

Im Anschluss unseres Ausflug bummelten wir durch die Straßen Kampots.

Ich wollte einem Textilgeschäft, von dem ich zuvor gehört hatte, einen Besuch abstatten.

Leider erwies sich die Suche nach dem Laden schwieriger als erwartet.

Dieser lag so versteckt am Straßenrand, dass wir einige Zeit brauchten bis wir endlich fündig wurden.

-Dorsu ist ein kleiner Laden der hochwertige Baumwollkleidung verkauft.

Unter der Organisation “Women of Cambodia”, wird Frauen die in der Vergangenheit mit Sexuellen Dienstleistungen ihr Geld verdienen mussten, ein Neustart geboten.

Eine kleine aber sehr schöne Auswahl an Kleidung für Männer und Frauen.

Die Näherei im hinteren Teil des Geschäfts

in der die Kleidung produziert wird.

Da ich zugegebenermaßen eine leidenschaftliche Shopperin bin und oft versuche dort zu Helfen wo es nötig ist, war dieser Laden die perfekt Anlaufstelle für mich!

Nach einem ausgiebigen Shoppingausflug ließen wir den Tag auf einer Bootstour bei Sonnenuntergang und einem kalten Bier in der Hand ausklingen.

Für den darauffolgenden Tag hatten wir eine vierstündige Klettertour in den “Bergen” Kampots gebucht.

Nach einer kurzen Einführung und Anprobe der Ausrüstungen ging es schon hinauf an die Spitze der Kalksteinhöhle.

Für mich, die bisher nur an Kletterwänden (maximal in Kletterparks) geklettert ist, war das eine ganz neue Erfahrung, dich mich direkt in ihren Bann gezogen hat!

Seine Hände in raue Felsspalten klemmen und die frische Luft um die Ohren gepustet bekommen ist einfach nicht vergleichbar mit einem Indoor-Klettererlebnis.

Außerdem ist der Blick über die Landschaft Kambodschas einzigartig!

Da wir eine kleine Gruppe von vier Personen waren, konnten sich die Kletterlehrer auch auf den einzelnen konzentrieren und persönlichen Schwächen ausbessern.

Wir haben uns die ganze Tour über sehr sicher und wohl gefühlt. Das Team von Climbodia stand jederzeit mit Rat und Tat zur Seite und spornte uns an wenn der Kopf mal wieder die eigentlichen Fähigkeiten unterdrückte.

Nachdem wir die Spitze erklommen hatten, ließen wir uns in die Tropfsteinhöhle abseilen.

-So angsteinflößend es im ersten Moment auch sein mag sich nur an einem Seil befestigt eine 45 Meter tiefe Höhle herunter gleiten zu lassen, Abseilen ist einfach nur eine unglaublich coole Erfahrung und man sollte sich nichts von seinen Gedanken einreden lassen.

Als wir alle sicher am Boden angelangt waren besichtigten wir die Tropfsteinhöhle.

Die Kletterlehrer erzählten uns einige Dinge über die Geschichte Kambodschas.

Ein schlafender Buddah am Ende der Höhlentour.

Bunte, selbst gebastelte Girlanden die die Umgebung schmückten.

Nachdem wir schon ein wenig mit unseren Kräften zu kämpfen hatten, wurde beim freien Klettern noch einmal das letzte bisschen Energie aus den Körpern geschöpft.

Wir klettern so lange bis unsere Arme keinen weiteren Versuch mehr zuließen.

Rundum zufrieden und mit schmerzenden Gliedmaßen ließen wir uns am Abend einfach nur noch in unser Bett fallen und schliefen fest bis zum nächsten Morgen.

Kep

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem lokalen Bus in eine andere Stadt.

In Kambodscha ist es gar nicht so einfach von einem Ort zum nächsten zu gelangen. Das Straßennetz ist in großen Teilen des Landes nicht sehr gut ausgebaut was oft dazu führt, dass eine Fahrt sich enorm in die Länge zieht.Für eine Strecke die wir in Deutschland vielleicht in 1 1/2 Stunden zurücklegen würden, kann es in Kambodscha schon mal ganze vier bis fünf Stunden in Anspruch nehmen.

Das kleine Örtchen Kep wurde 1908 als Künstlerrefugium für die französische Elite gegründet.

In den 1960er Jahren war es ein beliebtes Ziel für reiche Kambodschaner.

Noch bestehenden Ruinen von alten Luxusvillen aus der Zeit vor dem Krieg schmücken einige Teile der Straßen.

Die Kambodschaner sind bemüht darin die alten Ruinen aufrecht zu erhalten und erbauen auch weitere, neue Gebäude in einem ähnlichen Stil.

Nachdem wir uns die Villen angeguckt hatten, machten wir einen kurzen Abstecher in den Kep-Nationalpark.

Ich muss sagen dass der Park nichts ist was man unbedingt gesehen haben muss. Wenn man jedoch Zeit und Lust auf einen kleinen Spaziergang durchs Grüne hat, kann man dort eine schöne Runde laufen.

An der Grenze zum Park befindet sich jedoch eine Schmetterlingsfarm der man unbedingt einen Besuch abstatten sollte.

Ein ältere, europäischer Herr der schon seit langer Zeit in Kep lebt, hat dort ein kleines Schmetterlingsparadies gezaubert. In einem “Gewächshaus” finden hunderte Schmetterlinge ihr Zuhause.

Im Anschluss darauf sind wir Richtung Pfefferfelder gefahren.

Geplant war eine Tour durch die Plantagen des Kampots Pfeffer doch der Regen machte uns leider einen Strich durch die Rechnung.

Nachdem wir klitschnass an einer Pfefferfarm ankamen bevorzugten wir ein warmes Curry und einen heißen Tee anstelle eines Rundgangs auf den Plantagen.

Das Curry war jedoch mit dem gutem Pfeffer gewürzt und so erhielten wir eine sehr lecker Verkostung.

Da das Wetter nicht besser wurde, kehrten wir verfrüht zu unserer Unterkunft zurück und entspannten den restlichen Abend in unserem Baumhaus im Dschungel was auch nicht gerade schlecht war. 😉

Der Blick von Frühstückstisch.

Am nächsten Tag ging es für uns dann weiter Richtung Phnom Phen wo wir das volle Kulturprogramm durchzogen, aber dazu im nächsten Beitrag mehr. Ich melde mich schon bald wieder bei euch!

Eure Mi <3

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