53/113 Johm Riab Sua Kambodscha!

Hallo ihr Lieben!

Jetzt melden wir uns endlich mal vernünftig aus Kambodscha, da wir mittlerweile gut angekommen sind und uns nach anfänglichen Schwierigkeiten einleben konnten. ☀️

Aber um mal von ganz vorne zu beginnen:

Unsere Ankunft in Kambodscha war erst einmal eine kleine Katastrophe.

Nachdem wir stundenlang im einem Bus von Koh Chang zur kambodschanischen Grenze gesessen hatten, waren wir froh als wir die Grenze endlich erreicht haben und hofften in unseren Bus steigen zu können, der uns weiter in den Süden nach Sihanoukville bringen sollte. Doch da hatten wir uns zu früh gefreut…

Mit dem Rucksack auf dem Rücken und verschwitz von dem guten Wetter warteten wir vor dem Touristen Office für das kambodschanische Visum.

Uns war bekannt, dass es an den Grenzen nicht immer mit rechten Dingen zuging und das Korruption kein Fremdwort für die kambodschanischen Beamten war, doch das es gerade uns treffen würde, damit hatten wir natürlich nicht gerechnet.

Wie haben uns vor der Anreise informiert wie teuer das „Visa On Arrival“ an der kambodschanischen Grenze sein durfte. -30$, nicht mehr und nicht weniger.

Doch die Beamten an der Grenze verlangten ganze 7$ mehr von uns.

-Es ging uns nicht um das Geld, uns störte vielmehr die Tatsache, dass immer noch schamlose Korruption auf der Welt herrschte!-

Wir wiesen die Beamten freundlich darauf hin, dass wir uns über das auswärtige Amt informiert hatten, dass das Visum für Kambodscha an der Grenze 30$ betrug.

Die Beamten versuchten uns darauf hin klar zu machen, dass es an dieser Grenze anders wäre – natürlich.

Nach einem Hin und Her verließen wir das Office – ohne Visum.

Nun standen wir da. Keinerlei Erfahrung mit Korruption, an einer Grenze zu einem fremden Land und im Konflikt mit den Menschen die uns hinein lassen sollten.

Glücklicherweise waren unsere zwei Mitreisenden in der selben Situation und wussten besser damit umzugehen als wir. Sie rieten uns ruhig zu bleiben und abzuwarten. Also saßen wir da und warteten.

Nach einiger Zeit schloss sich uns ein weitere Backpacker an, nun waren wir schon zu fünft.

Irgendwann ließen sich die Beamte des VISA Offices blicken und gingen mit dem Preis ein Stück weiter runter.

Das reichte uns natürlich noch nicht und wir warteten weiter.

Drei Stunden später versuchten wir noch einmal unser Glück und siehe da, 30$ pro Person für das Visum – Ziel erreicht!

Auch wenn das Warten und die Unwissenheit schwer auszuhalten war, haben wir letztendlich das erreicht was wir wollten und so ein Statement gegen die Korruption setzen können!

Mit dieser Erfahrung möchte ich an alle Reisenden appellieren: Gebt Korruption keine Chance! Tief durchatmen, standhaft aber freundlich bleiben und immer wieder versuchen ein Gespräch mit den Beamten zu suchen. Ich hoffe auch ihr schafft es dann gegen die Korruption anzugehen und den gerechten Preis zu zahlen .

Da das ganze Prozedere an der Grenze ein gutes Stück Zeit in Anspruch genommen hat, war unser Fahrer für die 4 stündige Fahrt nach Sihanoukville ohne uns gefahren.

Also machten wir uns auf eine günstige Alternative zu finden, da wir für die eigentlich vorhergesehene Fahrt schon gezahlt hatten.

Zum Glück war unser Reisebüro, über das wir die Tickets gebucht hatten, sehr entgegenkommend und erließ uns einen Teil der Kosten für die weitere, selbst organisierte Fahrt. Für einen guten Preis fuhren wir dann alle zusammen Richtung Ziel.

Die Casino-Grenzstadt ist auch nicht gerade das was man sich unter einer schönen Stadt mit freundlichen Menschen vorstellt. Die Stimmung dort verleitete einen in Unbehagen.

Ich glaube viele Menschen haben genau diese Stadt vor Augen wenn sie an Kambodscha denken, dann kann man es Ihnen auch nicht verübeln wenn sie ein schlechtes Bild von diesem eigentlich wunderschönen Land haben.

Aber eins kann ich sagen: jedes Land hat wahrscheinlich irgendwo ein schwarze Schaf im Stall, doch davon darf man sich nicht abhalten lassen.

Es ist beeindrucken wie die Khmer mit ihrer schlimmen Vergangenheit in so kurzer Zeit fertig geworden sind und wie sie sich in ein so fröhliches, sehr freundliches Volk entwickelt haben.

Wer sich schon mal mit der Geschichte Kambodschas beschäftigt hat wird wissen wovon ich spreche, alle anderen werden in meinen nächstens Post mehr darüber erfahren.

Dieser Blogpost war mal ein etwas anderer Eintrag als ich sie normalerweise verfasse, aber das Leben verläuft nun mal nicht immer rosig und auch negative Erfahrungen gehören dazu.

Da ich schon 4 Städte zurückliege wird in den nächsten Tagen regelmäßig ein Update folgen und dann berichte ich euch wieder über schöne Erlebnisse, versprochen!

Aber bis dahin: Sunny Side up ☀️

Eure Mi <3

2 Kommentare bei „53/113 Johm Riab Sua Kambodscha!“

  1. Gut gemacht….standhaft geblieben…. gemeinsam stark sein! Ich hätte das nicht gepackt und wäre beim ersten bösen Blick eingeknickt ! ….und hatte mich wahrscheinlich noch 3x bedankt!!!!
    Ihr seid Klasse….
    So und nun weiter!… nach jedem hmmhmpfff kommt auch wieder ein grins….chakkkaaa….
    Also ihr Lieben, ich denke an Euch jeden Tag und schicke Euch herbstliche Grüße aus unserem wuuuuunderschonen Welbergen!…
    auf bald ….SUNNY SIDE UP…..Eure Linde!

  2. . . . hmmhmpfff und dann ein grins . . . chakkkaaa . . . Linde – du bist super! Besser hätte ich es auch nicht schreiben können und du hast Recht, ich hätte mich wahrscheinlich (oder sogar ziemlich sich) im Stillen sehr geärgert und hätte mit der Idee, den Bus nicht verpassen zu wollen, mehr gezahlt!
    @ Mi – ich finde es gerade gut, dass das jetzt mal ein ganz andere und daher umso eindrücklichere Geschichte erzählt – so ist das Leben und wir lernen daran, wie man mit diesen Situationen umgeht. Chapeau!

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